Goethe im Wahnsinn der Liebe – Band 4: Geheime Offenbarungen
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| Autor | Veit Noll |
|---|---|
| Band | Band 4 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| ISBN | 978-3-9816669-8-4 |
| Ausstattung | Hardcover, 342 Seiten, 45 Abbildungen |
Freuen wir uns im Jahr 2026 über den Jahrestag: 250 Jahre Intimbeziehung zwischen Goethe und Herzogin Anna Amalia sowie Beginn der Liebesbeziehung von ihm mit Charlotte von Stein. Weshalb? Diesem doppelten Konflikt haben wir erhebliche Teile von Goethes Literatur und Dichtung (Iphigenie, Tasso, Wilhelm Meister, Gedichte) und der Kunst in Weimar (Tiefurt, Sphinx-Brunnen, Parkgestaltung, Römisches Haus, Goethes Haus am Frauenplan) zu verdanken. In Vorbereitung befindet sich zu Goethes Geburtstag am 28. August 2026 der abschließende Band 4 zu seinem schwankenden Wahnsinn zwischen Sinnlichkeit und platonischer Liebe.
Zum Inhalt
Dieser vierte Band rundet die bisherige Darstellung der Liebe um Goethe in seiner ersten Weimarer Zeit ab. Das Bildnis der Tragödie ist ein schönes Mädchen mit einer Keule.
Goethe zeigt in Wilhelm Meisters Wanderjahre verschlüsselt auf, dass er Charlotte von Stein im Ehebruch entführen und mit ihr und Fritz von Stein in der freien Welt leben wollte. In Anbetracht ihres Verhaltens mündete Goethes Einsicht im gegenseitigen Entsagen. Seine Läuterung teilt er über die Literatur mit.
Charlotte von Stein reflektiert ihre eigene Sicht auf ihre Beziehung zu ihm in der Dido (1794). Das Stück blieb zeitgenössisch unveröffentlicht. Sie meinte, sie hätte sich mit dieser Dichtung Feinde machen können. Goethes Bestrebungen unterzieht sie einer umfassenden, klaren Kritik.
In den Schlussbetrachtungen werden Goethes ambivalente Beziehung zur Herzogin und zugleich seine Doppelbeziehung in ihrem substantiellen Charakter in Zusammenhang mit seiner Dichtung, seinem Verhalten und vor allem in Bezug auf das zeitgenössische Recht dargestellt.
Ungeheuerlich. Der Autor fragt nach Goethes Verbrechen, wobei Goethe selbst zu einem ganz erheblichen Teil im Geheimen Consilium mit dem zeitgenössischen Recht der Familie und den `Fleischlichen Verbrechen´ befasst war. Als Rechtsphilosoph der Tat wirkte er vor seiner Flucht 1786 maßgebend an einer tendenziellen Entkriminalisierung derartiger Verbrechen mit. Erkennbar wird der Dichter und Staatsmann als Advokat einer Befreiung von Liebe und Intimität in Einheit seiner Eigenbiographie, seiner Literatur und Dichtung. Diese rechtlich grundiert, erhalten wir bedeutsame Aufschlüsse, die die bisherige Literaturwissenschaft außer Acht ließ.



